LLG startet ZIM-Projekt GLASIDEE

Glasmarkierung mit Laser als Sicherheits-, Identifikations- und Design-Element

Das Laser-Laboratorium Göttingen e.V. startet zusammen mit dem Laser Zentrum Hannover e.V., der CERION laser GmbH (Minden) und der IOS Innovative Optoelektronik und Steuerungssysteme GmbH (Minden) das ZIM-Projekt „GLASIDEE: Glasmarkierung mit LAser als Sicherheits-, Identifikations- und DEsign-Element“.
Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer neuartigen, industrietauglichen, laserbasierten Beschriftungstechnologie, um optisch funktionale Merkmale (diffraktive Mikro-/Nanostrukturen) direkt auf Glas zu schreiben. Dabei sollen neben hochwertigen diffraktiven Markierungen zu dekorativen Zwecken (Logos, etc.) auch mehrdimensionale Codierungen zur Kennzeichnung von Glasprodukten und sogar nicht fälschbare, einzigartige Markierungen („Fingerabdruck“) erzeugt werden. Zugehörige Ausleseeinheiten werden entwickelt, mit denen Codierungen und fälschungssichere Markierungen später zuverlässig ausgelesen bzw. verifiziert werden können.
Mit den vorgesehenen Verfahren werden die Gläser dabei direkt mit dem Laser beschriftet, so dass keine Zusatzstoffe ein- oder aufgebracht werden. Da die Einwirkzone des Lasers gering ist (<1µm) bleibt das Glas frei von Mikrorissen oder Schädigungen. Die Beschriftung erfolgt zudem extrem schnell (<1 Sekunde für Fälschungssicherheit, einige Sekunden für große Logos) und ist damit effizient und kostengünstig.
Durch das geplante Projekt wird somit ein wichtiger Beitrag geleistet zur Verbesserung der Fälschungssicherung und Rückverfolgbarkeit zahlreicher Glasprodukte, wie z.B. pharmazeutische Gläser, Glas in der Automobilindustrie, Uhren, u.v.m. Die Technologie weist sehr viel mehr Möglichkeiten seitens der Produktmarkierungen und auch des Produktschutzes auf, als bisherige am Markt verfügbare Technologien.
Aufgabe des LLG innerhalb des Kooperationsprojektes ist die Erzeugung kleiner Markierungen als nicht fälschbare Sicherheitsmerkmale, wobei das zu entwickelnden Verfahren auf dem LBIA (Laser beam interference ablation)-Prinzip zur Erzeugung periodischer Mikrostrukturen aufbaut, welches um die entscheidende „Fingerabdruck“-Qualität erweitert werden soll. Zudem soll ein Konzept entwickelt werden, mit dem die Echtheit der Markierungen später überprüft werden kann.
Das vom BMWi geförderte Projekt wurde im Rahmen des ZIM-Netzwerks „NESSI - NEtzwerk für Sensorgestützte SIcherheitssysteme“ initiiert, welches von der innos-Sperlich GmbH (Göttingen) koordiniert wird. Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre.

Kontakt:

Laser-Laboratorium Göttingen e.V. (LLG)

Hans-Adolf-Krebs-Weg 1
37077 Göttingen

Tel.: +49 551 5035-0
Fax: +49 551 5035-99
E-Mail: infollg-ev.de