Fachgruppe Laser bei ALPHA LASER GmbH in Puchheim - Fokus Lasersicherheit

FG-Teilnehmer beobachten Hands-on-Training am mobilen Laserschweißsystem AL-ARM © ALPHA LASER GmbH

FG-Teilnehmer beim Hands-on-Training am mobilen Laserschweißsystem AL-ARM © ALPHA LASER GmbH

FG-Laser zu Gast bei ALPHA LASER in Puchheim; © ALPHA LASER GmbH

„Visionen werden zu Innovationen“ – was sich hinter diesem Leitmotiv der ALPHA LASER GmbH verbirgt, davon konnten sich die Mitglieder von bayern photonics in der letzten Sitzung der Fachgruppe Laser in Puchheim einen ersten Eindruck verschaffen.

Bereits die Innenarchitektur spiegelt diesen Leitsatz wieder: ein Arbeitsumfeld, dessen Ambiente Kreativität und Visionen Raum zur Entfaltung bietet. Dass das nicht immer so war, erfahren die Teilnehmer von Thomas Golinske. Mit einem augenzwinkernden Vergleich zu Steve Jobs und Apple berichtet er vom ersten Tischlaser, der 1994 in einer Garage in Schrobenhausen gebaut wurde von den Gründern Josef Höllbauer und Wolfgang Seifert, die beide noch heute zusammen mit Georg Meyndt und Thomas Golinske das Unternehmen leiten.

Das Thema Lasersicherheit steht an diesem Tag im Mittelpunkt. Was ALPHA LASER als Hersteller unternimmt, um sichere Maschinen zu bauen, erfahren die Teilnehmer in den ersten Vorträgen von Claudia Thordsen und Thomas Seifert. Da das Unternehmen seine innovativen Produkte häufig als erster Anbieter auf dem Markt platziert, ist ein enger Dialog mit anderen Sicherheits-Fachleuten von großer Bedeutung, um dem sich wandelnden Stand der (Sicherheits-)Technik zu entsprechen.

Auf die zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten der Lasersicherheit gehen die Vorträge von Oleg Metz, PROTECT – Laserschutz GmbH und Dr. Heiko Brüning, JUTEC GmbH ein. Hier werden die Themen Persönliche Schutzausrüstung, Zertifizierungsprozess sowie aktiver und passiver Laserschutz behandelt.

Den Höhepunkt der Führung durch das Unternehmen bildete ein Hands-on-Training an dem mobilen Laserschweißsystem AL-ARM. Das mit einem 450 Watt-Faserlaser und einem leichten Handteil ausgestattete Laserschweißsystem ermöglicht eine 3D-Visualisierung. Als erster testete Dr. Sroka, Laserforschungslabor LFL, das System: Ausgestattet mit einer 3D-Laserschutzbrille, die seine Schweißaufgabe im Blickfeld vergrößert darstellt, kann dabei noch gleichzeitig seine Umgebung wahrnehmen. Das Sicherheitskonzept ist TÜV-zertifiziert. Der Laser kann nur betätigt werden, wenn das Handteil Kontakt zum Werkstück detektiert.

Für einen Ausblick auf die Lasersicherheit der Zukunft blickt Wolfgang Seifert, ALPHA LASER erst einmal zwanzig Jahre zurück und resümiert: „Je unbekannter eine Gefahr ist, desto mehr Bedenken gibt es anfangs. So wie sich seit den anfänglichen, eigenen Lasersystemen (25 Watt, geschlossen) bis zu den heutigen mobilen Hochleistungs-Lasersystemen (900 Watt, offen) auf der einen Seite die Gefahren vergrößerten, haben sich auf der anderen Seite aber auch die Sicherheitsanforderungen, die Sicherheitstechnik und die Sichtweisen verändert.“

Das Thema Lasersicherheit wird auch in die nächste Sitzung der Fachgruppe Laser von bayern photonics Eingang finden. Speziell die Messbarkeit von unsichtbarer Strahlung und sekundäre Gefährdungspotenziale sollen dann näher beleuchtet werden.